Die YouGov-Wahlabsicht zur Europawahl – Drei von zehn würden Union wählen

Die YouGov-Wahlabsicht zur Europawahl – Drei von zehn würden Union wählen

Anne-Kathrin Sonnenberg - 24. Mai 2024

Die Wahlabsicht der Deutschen zur Europawahl

Am Sonntag, den 9. Juni 2024, findet die Europawahl in Deutschland statt – ein neues europäisches Parlament wird gewählt. Die dazu von YouGov vom 3. bis 8. Mai erhobene Wahlabsicht gelangt zu dem folgenden Ergebnis:

29 Prozent der Wahlbevölkerung ab 16 Jahren geben an, CDU/CSU zu wählen, wenn am nächsten Sonntag Europawahl wäre. Die SPD kommt bei der YouGov-Umfrage Anfang Mai auf 16 Prozent. Die Grünen landen bei 15 Prozent.

Die Linke würden 4 Prozent wählen, wenn am kommenden Sonntag Europawahl wäre. Die FDP kommt ebenfalls auf 4 Prozent. Die AfD liegt bei 20 Prozent und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) bei 6 Prozent in der Wahlabsicht Befragten.

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass sich die Wahlabsicht zur Europawahl nicht groß zur Wahlabsicht zur Bundestagswahl („Sonntagsfrage“) unterscheidet, wie die aktuellste YouGov-Sonntagsfrage zeigt.

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Das ist das Ergebnis einer YouGov-Befragung, für die 1.720 Personen unter insgesamt 2.194 wahlberechtigten Umfrageteilnehmerinnen und Teilnehmern ab 16 Jahren ihre Wahlabsicht abgegeben haben. Die Wahlabsicht gehört laut DSGVO zu den sensiblen personenbezogenen Daten und darf daher in YouGov-Umfragen übersprungen werden. Die Befragung fand zwischen dem 03. und 08.05.2024 statt.

Mehrheit steht EU positiv gegenüber und hat Interesse

Drei von fünf Wahlberechtigten ab 16 Jahren (60 Prozent) stehen der Europäischen Union positiv gegenüber. In den Wählergruppen sagen dies Wählerinnen und Wähler der Grünen in der Bundestagswahl 2021 am häufigsten (88 Prozent). Der Altersvergleich zeigt, dass vor allem Befragte der jüngsten und der ältesten Altersgruppe ein positives Bild der EU haben: 66 Prozent der 16- bis 29-Jährigen und 65 Prozent der über 70-Jährigen.

Dass sie der EU hingegen negativ gegenüberstehen, sagen insgesamt 29 Prozent aller Wahlberechtigten in Deutschland, Wählerinnen und Wähler der AfD am häufigsten (69 Prozent). In den Altersgruppen sind es jene Befragten mittleren Alters, die der EU negativ gegenüberstehen (34 Prozent der 40–49-Jährigen und 33 Prozent der 50-69-Jährigen).

Interesse an der Europäischen Union und an Europa zeigen 53 Prozent aller Wahlberechtigten, 41 Prozent hingegen nicht.

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Mehrheit spricht sich für stärkeres Zusammenwachsen der EU- Mitgliedstaaten aus

Fragt man, ob die EU-Mitgliedsstaaten enger zusammenwachsen oder autonomer voneinander werden sollten, so spricht sich eine Mehrheit (53 Prozent) für ein engeres Zusammenwachsen aus. Dass das aktuelle Verhältnis in etwa richtig sei, sagen weitere 13 Prozent. Dass die Mitgliedsstaaten autonomer voneinander werden sollten, bekräftigen 21 Prozent.

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Die Wichtigkeit von Europawahlen

Doch als wie wichtig wird die Europawahl im Vergleich zu Bundestagswahlen, Landtagswahlen oder Kommunalwahlen wahrgenommen?

Die am häufigsten vertretene Meinung hierbei ist, dass die Europawahl als gleich wichtig erachtet wird. Bei den Bundestagswahlen und Landtagswahlen sind die Verhältnisse sehr ähnlich. Jeweils die Hälfte (49 Prozent) aller Befragten gibt an, dass die Europawahl genauso wichtig sei wie Bundestags- oder Landtagswahlen (49 Prozent). Mehr als jeder Fünfte findet (22 Prozent), dass die Europawahl wichtiger als Bundestags- oder Landtagswahlen sei. 22 Prozent hingegen finden die Europawahl weniger wichtig als die Bundestagswahl, und 21 Prozent finden sie weniger wichtig als die Landtagswahl.

Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei den Kommunalwahlen ab. Während ein Viertel (25 Prozent) die Europawahl als wichtiger erachtet, so findet knapp die Hälfte (45 Prozent) die Europawahl gleich wichtig, und 22 Prozent finden sie weniger wichtig.

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