Unverpackt-Läden – beliebt bei der GenZ
11. Dezember 2023, Lea Rühle

Unverpackt-Läden – beliebt bei der GenZ

In Zeiten des Klimawandels sind die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit für viele Verbraucher zunehmend wichtiger. Unverpackt -Läden können dazu durch ihren ökologischen Ansatz einen Beitrag leisten. Bei diesem Konzept verzichten die Verbraucher auf Wegwerf-Verpackungen und sparen so Müll. Doch die Unverpackt-Läden sind in der Krise, haben sie sich doch bisher nicht in der Bevölkerung durchgesetzt. Eine aktuelle Zielgruppen-Analyse mit YouGov Surveys und YouGov Profiles zeigt die Verbrauchereinstellungen zum Thema verpackungsloses Einkaufen und Unverpackt-Läden in Deutschland und der Schweiz.

Ländervergleich-Unverpackt-Läden

In der Schweiz sind Unverpackt-Läden beliebter als hierzulande: Während nur 22 Prozent der Deutschen zumindest hin und wieder in einem Unverpackt-Laden einkaufen, tun dies 33 Prozent der Schweizer, darunter 9 Prozent sogar oft (vs. 5 Prozent Deutsche). 30 Prozent der Deutschen geben an, dass sie nicht vorhaben, in einem Unverpackt-Laden einzukaufen, im Vergleich sind nur 18 Prozent der Schweizer ebenfalls dieser Meinung.

Ein Blick auf die Geschlechter zeigt, dass Frauen dem Konzept Unverpackt-Laden offener gegenüberstehen: 47 Prozent der befragten Frauen hierzulande können sich vorstellen, im Unverpackt-Laden zu kaufen (vs. 39 Prozent der Männer in Deutschland). In der Schweiz dagegen kaufen Männer sogar etwas häufiger als Frauen im Unverpackt-Laden (11 vs. 8 Prozent).

Bei den verschiedenen Altersgruppen in Deutschland wird deutlich, dass Verbraucher mittleren Alters (25 bis 44 Jahre) im Vergleich am häufigsten in Unverpackt-Läden einkaufen (30-31 Prozent). Sich einen Einkauf dort vorstellen, können sich zwar Befragte ab 55 Jahren am häufigsten (47 Prozent), tun dies aktuell aber am seltensten (16 Prozent). In der Schweiz können sich etwa vier von zehn Verbrauchern aller Altersgruppen den Unverpackt-Einkauf vorstellen (42 Prozent).

Die Mehrheit der Verbraucher in beiden Ländern ist der Meinung, , dass das Konzept Unverpackt-Läden Zukunft hat, weil es zur Müllreduzierung beitragen wird: Schweizer sagen dies im Vergleich allerdings deutlich häufiger (78 vs. 70 Prozent der Deutschen). Einig dagegen sind sich Deutsche und Schweizer darin, dass Produkte in Unverpackt-Läden zu teuer sind. Dies empfinden 51 der Deutschen und 53 Prozent der Schweizer.

Unverpackt-Käufer in der GenZ

Die Daten zeigen, dass die deutsche GenZ (geboren 1996 bis 2009) Unverpackt-Läden häufiger nutzt als ältere Generationen. 8 Prozent kaufen oft in Unverpackt-Läden ein (vs. 5 Prozent Gesamtbevölkerung) und mehr als ein Fünftel (21 Prozent) kauft hin und wieder dort ein (vs. 17 Prozent Gesamtbevölkerung). Während 30 Prozent der deutschen Bevölkerung nicht vorhat einen Unverpackt-Laden aufzusuchen, geben dies nur 20 Prozent der GenZ an.

GenZ-Unverpackt-Läden

Deutsche Unverpackt-Käufer der Gen Z sind häufiger weiblich (51 Prozent) und haben einen Migrationshintergrund (28 Prozent). Diese Zielgruppe findet es ethischer, vegan zu leben (59 vs. 27 Prozent Gesamtbevölkerung), ist bereit mehr für Produkte zu zahlen, die ihr Leben verbessern (73 vs. 52 Prozent Gesamtbevölkerung) und lässt sich bei ihren Kaufentscheidungen von Werbung mit Prominenten beeinflussen (45 vs. 17 Prozent Gesamtbevölkerung). [AS1] Unverpackt-Käufer in der Schweiz sind zwischen 25 und 34 Jahren alt (18 Prozent) und haben eine Lebensmittelallergie (13 Prozent). Diese Zielgruppe bevorzugt Second-Hand Produkte (32 vs. 22 Prozent der Schweizer Gesamtbevölkerung), betrachtet sich selbst als Umweltschützer (49 vs. 39 Prozent der Schweizer Gesamtbevölkerung) und beachtet häufiger die Werbung auf Veranstaltungen (28 vs. 20 Prozent). Schweizer Unverpackt-Käufer nutzen auch häufiger als die Gesamtheit der Bevölkerung häufiger Werbeaktionen für Rabatte (62 vs. 59 Prozent).

[AS1]Unter diesen Absatz würde ich an deiner Stelle noch die Grafik von Slide 15 des Reports setzen. Sonst hätte man nur eine Grafik im Artikel.

null